RHV Schärding

Beim Reinhalteverband Schärding wurde die elektrotechnische Infrastruktur der Kläranlage umfassend modernisiert. Ein wesentlicher Teil des Projekts war die Erneuerung der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik – bei laufendem Anlagenbetrieb.

Landsteiner erneuerte die Schaltanlagen mit insgesamt rund 30 Metern Schaltschranklänge sowie die Analysenmesstechnik. Auch das Prozessleitsystem wurde neu aufgebaut. Neben der Kläranlage wurden rund 30 Pumpstationen eingebunden. Eine redundante Serverlösung und neue Bedienstationen ergänzten die Leittechnik.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Versorgungssicherheit. Die bestehende TN-C-Netzstruktur wurde auf ein TN-S-System mit getrennt geführtem Schutz- und Neutralleiter umgestellt. Dazu kamen eine 200-kW-Notstromversorgung und unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen. Eine Photovoltaikanlage mit rund 100 kWp ergänzt die Energieversorgung des Standorts.

Auch die Blitzschutzanlage wurde überarbeitet. Zum Schutz der explosionsgefährdeten Bereiche wurde sie an die neue Norm angepasst und entsprechend erweitert.

Die Umstellungen erfolgten schrittweise, damit Kläranlage und Pumpstationen während der Arbeiten weiter betrieben werden konnten. Der Leistungszeitraum erstreckte sich von Juli 2025 bis November 2026. Projektleiter war Friedrich Eßletzbichler, als Obermonteur war Johannes Hauß im Einsatz.